Bei Nacht

Kommt die Nacht von fern ins Land
Dunkelheit legt ihre Hand
Über Stock und über Stein
Dunkel mag die Nacht wohl sein

Furchterregend noch dazu
Schalln doch Töne, immerzu
Hier ein Rascheln, dort ein Huh,
Von da ein Klopfen, hier ein Buh

Jeder Ruf gellt durch die Nacht,
Als wär er vom Gigant gemacht
Und jedes tierische Gebaren
Deutet stetig auf Gefahren

Und sieht ein Auge Schatten nur,
Von gar bedrohlicher Statur
Die da kreuchen und da fleuchen
Doch auch ein Auge mag sich täuschen

Jedes Muster wird zur Fratze,
Zum Monster wird sogar die Katze,
Jedes Lüftchen wird ein Sturm
Sogar zur Schlange wird der Wurm

Doch siehe da, am Himmelszelt,
stehen Mond und Sterne,
Spenden Licht in Dunkelheit
Auch aus weiter Ferne.

Dieses Gedicht entstand im Rahmen einer Fingerübung in der Schreibwerkstatt. 
(c) Sebastian Peter Wiedemeier 2011
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