Ich sah dich liegend

Ich sah dich liegend, wunderschön,
Warst du doch nett an zu sehn,
Die Lippen rot, die Haut so weiß,
Die Haare schwarz, was das verheißt?

Ich sah dich liegend, tief im Wald,
Von der Nacht war es noch kalt,
Du lagst dort nackt, warst wunderschön,
Ich wollt, ich müsste nie mehr gehn.

Ich sah dich liegend, dort allein,
Ich wünscht, ich könnte bei dir sein,
Doch muss ich gehen, es tut mir Leid,
Die Nacht schenkt dir ein neues Kleid.

Ich sah dich liegend, du warst kalt,
Der Nachtigallen Ruf noch hallt,
Der Boden unter dir war rot,
Ein Schrei ertönt: Sie ist tot!

Ich sah dich liegen, ganz allein,
Ich kann leider nicht bei dir sein,
Deinen Mörder sucht das ganze Land,
Ein Messer ruht in meiner Hand.

Dieses Gedicht entstand auf einer sehr langen Busfahrt nach Rom.
(c) Sebastian Peter Wiedemeier 2010
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